Startseite

Ich habe noch einmal alles auf den Kopf gestellt, weil weder das Konzept der WebSite noch der Titel jagd.guide das trafen, was ich mir vorgestellt hatte. Nachdem ich ein wenig nach besser passenden Internet-Adressen gesucht hatte, kam ich auf jagd-hund-natur.de . Die drei Wörter spiegeln exakt das wider, was zu meiner Vorstellung von Jagd gehört.

Deshalb setze ich alles noch einmal auf Anfang und baue die Seite neu auf. Eile habe ich dabei keine. Herbst und Winter sind lang, dank Habeck auch kühl, so dass sich so manche Stunde zum Schreiben ergeben wird. Sofern wir Strom haben.

Hirschbrunft …

Alljährlich zum 20, September, zum Geburtstag meiner Mutter, war in meinem Revier im Weiltal der der letzte Feisthirsch aus meinem Revier verschwunden, um auf der anderen Seite der Weil die Brunft nicht zu versäumen. In den folgenden Wochen konnte ich den Hirschen nur noch zuhören und mich mit dem einen und anderen per Hirschruf unterhalten. Die Aufnahme links entstand am 20.09.22 .

Irgendwann einmal hatte ich mir vorgenommen, ein einfaches Praxisbuch zur Jagd zu schreiben. Als mein Freund Bernhard Docter, Docter Optic / heute Noblex zur Wendezeit den betrieb in Thüringen übernahm, der die hochwertigen Zeiss Jena-Optiken fertigte, pachtete er auch gleich ein über 3000 ha großes Revier dazu. Das Revier sollte dem Marketing der Docter Ferngläser und Zielfernrohre dienen. Ich war mit Bernhard Docter befreundet, hatte schon einige Bücher im gemeinsamen Verlag publiziert und sollte das Muster-REvier aufbauen helfen. Das Manuskript dazu hatte ich schon angefangen. Es wanderte in die Schublade, als Bernhard Docter unerwartet starb und sein Unternehmen aufgeteilt wurde. Das Manuskript ist noch aktuell. Ich werde daraus ein E-Book zu Jagd, Hund und Natur zusammenstellen. Seite für Seite, Kapitel für Kapitel. Einige Titelseiten sind schon fertig. Wolfang Heller, September 2022

Mit einem Klick auf das Downloadsymbol könnt ihr die ersten Seiten des Buches schon mal runterladen und lesen. Bild und Titel werden noch angepasst.

Hier stelle ich schon mal den ersten Teil des Manuskriptes ein. Es beschreibt meinen Weg zur Jagd und wirft einen Blick auf die Jagd nach dem Krieg. Ihr klickt auf das PDF-Symbol, öffnet die Datei und könnt dann den ersten Teil des E-Books lesen. Ein weiterer Teil ist weitgehend fertig, muss aber noch sortiert und geschliffen werden.

Als ich Anfang der 2000er mein zweites Revier übernahm, waren da ganz viele Ansitze unbrauchbar. Ich wusste zwar, wie Hochsitze gebaut werden, habe aber zusätzlich Kontakt zu Stihl aufgenommen, mit der Bitte um einen privaten Kurs zu Motorsäge und Reviereinrichtungen für meine damalige WebSite jagdpraxis.de. Über Herbst und Winter stelle ich hier die Foto-Strecke über den Gebrauch der Motorsäge und den Bau verschiedenster Reviereinrichtungen zusammen.

Ich kannte das Revier, das ich im Frühjahr 1979 pachten konnte, schon von einigen Ansitzen vorher. Die Tochter des Pächters hatte mir gestattet, mich im Sommer in der Revierecke um den Sitz im Apfelbaum auf zu Schaden gehende Sauen anzusetzen. Neben so manchem Hirsch konnte ich damals auch über eine Stunde lang, einen vor mir im Feld brechenden Keiler beobachten. Weil er noch Schonzeit hatte, konnte ich ihn nur durch das Zielfernrohr anvisieren und immer wieder virtuell erlegen. Es war ein Training, das ich nur empfehlen kann.

Ein Jahr später war ich selbst Pächter. Ich hatte in dem ‚Deutschen Waidwerk‘ von Raesfeld und auch im Fährtenbuch von Brandt-Eiserhardt viel über Spuren, Fährten und Zeichen gelesen. Deshalb wunderte ich mich, keine Schwarzwildfährten zu finden, bis mir klar wurde, dass Schwarzwild auf unseren festen Böden die Afterklauen nicht eindrücken kann. Nur, wenn man einer Schwarzwildfährte ein Stück folgt, trifft man hie und da auf das Geäfter. Es sei denn, der Boden ist regenweich oder von Schnee bedeckt. Über die Jahre habe ich mich zum recht guten Fährtenleser entwickelt. Die dazu aufgenommenen Bilder und die Erfahrungen reichen für ein eigenes Kapitel.

Es heißt ja immer wieder ‚Jagd ohne Hund ist Schund‘. Das stimmt, stimmt aber auch wieder nicht. Das muss man je nach Situation und von Fall zu Fall betrachten.

Nach den Schäferhunden meines Vaters, die ihn in seinem Beruf als Dorfpolizist bei seinen Streifen durch Feld und Wald begleiteten, war mein erster Hund ein Rauhaardackel. Das lag wohl auch daran, dass im Jägerhaushalt meiner Frau Dackel zum Haushalt gehörten. Sie sind klein, kompakt, drahtig, gut zu händeln und exzellent auf der Fährte. Wenn ihr Vater vom Ruhrgebiet zur Jagd in den Weesterwald fuhr, waren die Dackel immer dabei.

So war es auch unser Rauhaarrüde Babuschkin, kurz Buschkin, der mir meine ersten jagdlichen Lektionen erteilte. Auf Buschkin folgten 3 Dackeldamen. Die letzte ist gerade in ihre Jagdgründe eingegangen. Die nächste Dackelhündin ist ausgeguckt und wird Ende Oktober bei uns Einzug halten.

Neben meinen Dackeln hatte ich aber auch immer den Wunsch nach einem großen Vorstehhund. Die Wahl fiel auf einen Großen Münsterländer. Mit John Chamavia, genannt Janko, zog ich einen großen Wurf. Fast 15 Jahre begleitete er mich als zuverlässiger Jagdgefährte. Mit seinem Nachfolger hatten wir nicht so viel Glück. Ich weiß nicht, ob ich ihn falsch behandelte oder er seitens der Zucht überscharf war. Er war nicht zu halten. Ein ganz anderes Wesen hatte da Finni, eine Finnische Bracke aus zweiter Hand. Er war ein rechter Hetzer. Aber eigentlich machte er in einem fremden Land nur das, wofür seine Rasse in seiner Heimat gezüchtet wurde; In einem weiten Land jagen und dem Jäger das Wild nach Stunden vor Flinte oder Büchse bringen. Dafür waren aber auch meine 700 Hektar zu klein.

Es dauerte zwei Jahre, bis er mir ohne Leine im Revier folgte. Aber dann war er ein prächtiger Hund, der mich im Herbst so manche Nacht auf meinen Schwarzwildpatrouillen durch den Mais begleitete und mir half, die Maisäcker auszukehren.